Die Steuerung im Hinblick auf nutzenbewertete Arzneimittel ist teilweise rechtswidrig oder zumindest irreführend

Krankenkassen und KVen haben den gesetzlichen Auftrag zur Steuerung der ärztlichen Verordnungsweise. Die Versorgung in jedem Einzelfall muss dem allgemein anerkannten und aktuellen Stand der medizinischen Erkenntnisse genügen. Bei einer Gleichwertigkeit mehrerer Therapieoptionen ist nach dem Wirtschaftlichkeitsgebot die für die Krankenkasse günstigere Option zu wählen. Umgekehrt gilt nach der Rechtsprechung, dass ein medizinischer Grund Mehrkosten rechtfertigt. Die Nutzenbewertungsbeschlüsse des G-BA soll dabei unterstützen, die richtige Wahl zu treffen. Gibt es einen Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie, so rechtfertigt dieser im Sinne des Wirtschaftlichkeitsgebots Mehrkosten gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie.

Heißt: Trotz des höheren Preises ist das Arzneimittel mit Zusatznutzen hier wirtschaftlich.

 

E-Rezept – Sozialdatenschutzverletzung durch Weitergabe der Chargennummer

Kritik des Apothekenrechtlers Prof. Hilko Meyer

Eine Vereinbarung zwischen dem GKV-Spitzenverband und dem Deutschen Apothekerverband sieht die anlasslose Übermittlung der Chargennummern abgegebener Arzneimittel an Krankenkassen (bei der Abrechnung von E-Rezepten) vor.

In seinem Gutachten legt Professor Meyer dar, dass die Chargennummer dem Abrechnungsdatensatz für ein bestimmtes Arzneimittel eines bestimmten Patienten angefügt wird. So werde diese zum Bestandteil personenbezogener Daten im Sinne der Europäischen Datenschutzgrundverordnung und Sozialdaten (§ 67 Abs. 2 Satz 1 SGB X). Außerdem hätten sie den Charakter von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen. Die Speicherung und Nutzung von Sozialdaten seien jedoch nur für diejenigen Zwecke zulässig, für die sie erhoben werden. Dieser Zweck ist gemäß §§ 312 Abs. 1 Nr. 3, 346 Abs. 2, 352 Nr. 5 und 341 Abs. 2 Nr. 11 SGB V hier aber nur die Information des Versicherten, durch die Informationsmöglichkeiten in der elektronischen Patientenakte.

Wer die E-Patientenakte nicht will, muss aktiv ablehnen

Künftig werden alle Versicherten automatisch eine elektronische Patientenakte (ePA) erhalten. Wer das nicht möchte, muss dies aktiv ablehnen.

Diese sogenannte Opt-out-Lösung soll noch in dieser Legislaturperiode funktionieren. Darüber hinaus wurde festgelegt, dass auch der elektronische Medikationsplan Teil der ePA werden soll.

Entscheidungen mit weitreichender Auswirkung

Klarere Definitionen – Stärkung der Einschätzungsprärogative – mehr Verantwortung/Arbeit beim Arzt – Vorkonsum kein Hinderungsgrund

… zum Bundessozialgericht Kassel, den 11. November 2022 Terminbericht Nr. 43/22 [https://www.bsg.bund.de/SharedDocs/Verhandlungen/DE/2022/2022_11_10_B_01_KR_28_21_R.html]

Am 10.11.22 entschied das Bundessozialgericht in 4 Patientenfällen. In den vier Urteilen wurden die Voraussetzungen der Genehmigung vertragsärztlicher Verordnungen von Cannabisblüten durch die Krankenkassen gemäß § 31 Abs 6 SGB V präzisiert:

G-BA ändert die Arzneimittelleitlinie bei Cannabis

Erläuterung der Deutschen-Cannabis-Akademie (DCA) zur Einleitung eines Stellungnahmeverfahrens des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) – § 4a und Abschnitt N §§ 44 bis 46 (Cannabisarzneimittel) mit Beschlussdatum 25.10.2022 [https://www.g-ba.de/beschluesse/5693/]

Eine Änderung der Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL) § 4a und Abschnitt N §§ 44 bis 46 (Cannabisarzneimittel) war aufgrund der Begleiterhebung der BfArM zu erwarten. Dass diese so belastend für Patienten und Ärzte sein würde, ist jedoch ein Schlag ins Gesicht aller, die sich damit befassen.

Änderung der BtM- Höchstmengenregelung geplant

Das Bundesgesundheitsministerium plant, die bisher geltende Höchstmengenregelung in der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) zu streichen.

Dazu müssen zuerst die Verbände Stellung nehmen, dann der Bundesrat und zuletzt die Länderkammer. Bisher ist es also nur ein Verordnungsentwurf.

[TIPP] Wie man gutes von schlechtem Cannabis unterscheidet

Etwas flapsig geschrieben, beinhaltet dieser Artikel doch einige Anhaltspunkte, an denen man sich als Cannabiskonsument orientieren kann. Denn auch bei medizinischem Cannabis kann viel schiefgehen – falsche Lagerung und Verarbeitung können sogar Schimmel verursachen, der beim Endverbraucher gesundheitsschädigende Wirkung entfaltet. Daher ist ein kurzer Check der ganzen Blüten, die in der Apotheke erhältlich sind, auch in Deutschland unerlässlich.

Die Schlüsselmerkmale, die gutes Cannabis von schlechtem unterscheiden, sind Geruch, Aussehen, Gefühl und Blütenstruktur:

[NEWS] Cannabis auf Privatrezept – Ärztin vor Gericht

Traurige Neuigkeiten aus Nürnberg: Eine Ärztin muss sich vor dem Landgericht verantworten, weil sie Privatrezepte für Cannabisblüten ausgestellt haben soll, ohne andere Behandlungsmethoden ausgeschöpft zu haben, wie es vorgeschrieben ist.

[TIPP] „Cannabis – Ein Handbuch für Wissenschaft und Praxis“

Ein neues Werk zu unserem Thema ist auf dem Markt – und nicht irgendeines: Fachliteratur speziell zu medizinischem Cannabis, interdisziplinär, praxisnah, umfangreich. Von den Herausgebern Dr. Andreas Ziegler, Philipp Böhmer und Udo Bonnet hat der ein oder andere sicherlich schon etwas gehört, wenn auch nicht nur aus dem Forschungsbereich:

Apothekerzeitschrift: „Medizinalcannabis schützen, Eigenmedikation verhindern“

Ein kürzlich in der Apothekerzeitschrift erschienener Artikel meint, dass Cannabis zu medizinischen Zwecken nicht vernachlässigt werden sollte, wenn die Legalisierung zum Freizeitkonsum vorangetrieben wird. Diverse Cannabisverbände fürchteten demnach, dass der Markt für medizinisches Cannabis negativ beeinflusst werden könnte, und stellen Forderungen an die Politik, um dies zu verhindern. Zusätzlich zur Veröffentlichung ihres Verbändepapiers verschickten sie offene Briefe an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sowie den Sucht- und Drogenbeauftragten der Bundesregierung Burkhard Blienert. Die Versorgung mit medizinischem Cannabis müsse „besonders geschützt und reformiert“ werden. Dafür müssten vorerst Hürden zu Cannabis als Medizin abgebaut werden – die ja tatsächlich ohne Zweifel bestehen (wir berichteten).

[KRITK] Die Aufregung um Dr. Ansay

Bekannt geworden vor allem durch Online-Coronatestzertifikate, gibt es nun neue Aufregung um die Website „Dr. Ansay“. Er verschreibt nun auch Cannabis. Was – oder wer – steckt dahinter?

Einfache Frage, einfache Antwort: Dr. Ansay ist Jurist. Mit im Team hat er Ärzte, die per Videochat den Kontakt zu ihren Patienten halten.

[KRITIK] Unwissenschaftliche Studien sofort erkennen

Aus gegebenem Anlass:

Allzu oft werden Studien aus aller Welt verbreitet, die (ausschließlich) positive Wirkungen von Cannabis belegen sollen. Verständlicherweise finden diese besonderen Anklang unter Patienten, Konsumenten und Cannabisfans. Gerade unter Betroffenen kann dies schließlich ein sehr emotionales Thema sein, bei dem gute Nachrichten besonders gerne angenommen werden.

Von wissenschaftlicher Seite her gibt es dabei jedoch einige Stolpersteine – oder helfende Hände, je nach Perspektive. Denn professionell durchgeführte Studien können zwar ggf. auch mehrere Aspekte eines Themas – oder wie hier, Wirkungen einer Substanz – zugleich betrachten, jedoch ist es quasi unmöglich, dabei zu einer allumfassenden, hieb- und stichfesten, eindeutigen Aussage zu kommen, wie sie so oft erwünscht ist. Viel eher kommt es vor, dass es „Hinweise auf“ eine mögliche Wirkung gibt, ein Enzym/Gen/… entdeckt wurde, das etwas „auslösen könnte“ oder gar erst einmal der „Zusammenhang zwischen x und y untersucht“ wurde. Zusammenfassungen wie „Cannabis ist neues Wundermedikament“, „Ausschließlich positive Wirkungen gefunden“ oder „Cannabis kann Krebs heilen“ sollten von Grund auf kritisch hinterfragt werden. Je überschwänglicher und direkter die Ergebnisse präsentiert werden, umso größer sollte also vorerst die Vorsicht gegenüber einer Studie sein.

[NEWS] Studie über genetische Einflüsse auf Cannabiswirkung geplant

Als die „größte jemals durchgeführte unabhängige Studie zum Cannabiskonsum“ wird ein angehendes Projekt in den Medien bezeichnet, das an einer Londoner Universität durchgeführt werden soll. 2,5 Millionen Pfund kostet es, umweltbedingte und biologische Faktoren zu untersuchen, die Einfluss auf die Cannabiswirkung haben. Teilnehmen sollen daran 6000 Personen zwischen 18 und 45 Jahren aus dem Londoner Raum, finanziert wird es durch den Medical Research Council. Mithilfe des herausgearbeiteten Zusammenhangs von der Genetik eines Konsumenten und der Cannabiswirkung auf ihn sollen letztlich Daten erzeugt werden, die die Verschreibung von medizinischem Cannabis noch sicherer machen sollen. Besonders psychische und soziale Probleme sollen so früher erkannt und vermieden werden können. Dafür verwenden die Forscher eine Kombination aus virtueller Realität, psychologischer und kognitiver Analyse und DNA-Tests. Ebenso spielt die Epigenetik der Teilnehmer einer Rolle, also wie Verhalten und Umwelt die Funktion von Genen beeinflussen können – ein noch relativ junger, aber stark aufstrebender Wissenschaftszweig.

Wir sind gespannt auf die Ergebnisse!

Quelle:

https://www.bbc.com/news/articles/cv25ex5e30lo

[NEWS] „Kräutermischungen“ als gesunde Tabakalternative?

Gar nicht so neu, aber zunehmend populärer wird aktuell eine besondere Form des freizeitlichen Cannabiskonsums: Um die schädlichen Wirkungen von Tabakrauch zu vermeiden, sollen Kräuter zum Strecken von Cannabis verwendet werden. Damit sind jedoch nicht die bereits lange bekannten Kräutermischungen gemeint, die chemisch hergestellte Cannabinoide enthalten und bekannterweise schlimmste Nebenwirkungen haben können. Bei der „neuen“ Methode handelt es sich tatsächlich um die schlichte Mischung von Cannabis mit Küchenkräutern: Beliebt sind zum Beispiel Lavendel, Kamille und Salbei, aber auch Minze, Mate und Rosmarin bis hin zu Rose und Jasmin kommen zum Einsatz. Teilweise werden sie auch beim Verdampfen hinzugefügt, als Geschmackszusatz sozusagen. Im Internet finden sich inzwischen zahlreiche Tipps bis hin zu eigenen Foren, die bis zur Gradzahl alles angeben, was für den „Mischkonsum“ von Bedeutung sein kann. Von Teebeuteln wird abgeraten, lieber soll man sich die Pflanzen ganz und getrocknet kaufen.

Die Erfahrungen gehen dabei, wie so oft, auseinander: Von „mild und schmackhaft“ bis ekelhaft und kratzend im Hals wird alles einmal beschrieben und ebenso hochgelobt wie dringend abgeraten. Beworben werden die Mischungen mitunter als „gesunde Tabakalternativen“. Nur an wenigen Stellen wird darauf hingewiesen, dass Rauchen nie gesund ist – egal, was man verbrennt (oder verdampft) und in die Lunge zieht, es ist und bleibt schädlich.

Dass auch Cannabis in gerauchter Form zwar berauschend wirkt (und dadurch zeitweise psychisch unterstützend wirken kann), aber seinen medizinischen Nutzen kaum bis gar nicht entfaltet, haben wir schon oft aufgegriffen und durch Quellen belegt. Auch an dieser Stelle daher also noch einmal der Hinweis, dass andere Einnahmeformen bei medizinischem Cannabis immer zu bevorzugen sind. Was zudem die Wirkungen der beigemischten Kräuter angeht, so stimmt es zwar, dass beispielsweise Lavendel beruhigend wirkt, jedoch bezieht sich dies vor allem auf seinen (unverbrannten) Geruch. Geraucht richtet er mehr Schaden an als dass er nutzt. Von Entourage-Effekten (also der gegenseitigen Verstärkung gemeinsam genutzter Wirkstoffe) ist zudem in diesen Kombinationen nichts bekannt.

Daher unser Fazit: Nicht jeder Trend ist es wert, mitgemacht zu werden. Vermutlich ist zwar mit Lavendel gerauchtes Cannabis gesünder als die Mischung mit Tabak, medizinisch hat dies jedoch keinen Nutzen und insgesamt gesundheitlich schon gar keinen Mehrwert gegenüber medizinisch sinnvolleren Einnahmeformen.

[NEWS] Nutzhanffeld beschlagnahmt – ein Risiko für die Cannabisbranche?

Vergangene Woche durchsuchten LKA, Kripo und Polizei das fast 4 Hektar große Gelände einer Nutzhanfplantage in Schleswig-Holstein. Das dort angebaute Cannabis war EU-zertifiziert, bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) angemeldet die Ernte bereits durch die BLE freigegeben. Obwohl es sich um staatlich genehmigten und regulierten Nutzhanf handelte, dessen THC-Gehalt erwiesenermaßen unter 0,2% liegen muss und der nicht berauschend wirkt, fand sich eine Begründung für die Aktion: Der unter anderem daraus hergestellte Hanftee könne verwendet werden, um ein berauschendes Gebäck herzustellen, sodass der Verkauf an Endverbraucher gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoße.

[NEWS] Ärzte beklagen Wartezeiten beim Antragsverfahren für medizinisches Cannabis

Für eine Verschreibung für medizinisches Cannabis ist in Deutschland vor der Verordnung ein Antragsverfahren bei der Krankenkasse notwendig. Seit 2017 besteht diese Möglichkeit – und die damit einhergehenden Hürden. Einen großen Teil der behandelnden Ärzte machen dabei Schmerzmediziner aus und diese beklagten nun laut dem Ärzteblatt die dafür angelegten administrativen Hürden als „viel zu hoch“, der Umgang mit Patienten „inhuman“.

Cannabis ist kein Brokkoli

… dem kann man schwerlich widersprechen und das gilt auch für Cannabis als Medikament. Doch was wird aktuell für die Suchtprävention in der Medizin getan?

Natürlich hinkt der Brokkoli-Vergleich etwas und auch ein Hinweis auf die Opioidkrise in den USA wäre wohl eine Übertreibung in die andere Richtung. Dennoch muss Cannabis als Medikament mit all seinen Risiken und Nebenwirkungen ernstgenommen werden. Aufgrund seiner Beschaffenheit ist es anfällig für suchtfördernde Wirkungen und auch der freizeitliche Konsum kann zur Verharmlosung der Risiken und Weiterverwendung während oder nach einer Medikation führen.

[NEWS] Wie „gut“ sind CBD-Produkte?

Erst kürzlich haben wir das Cannabinoid CBD näher vorgestellt, ebenso wie die „Big 6“ (siehe Rubrik „Faktencheck“ auf unserer Webseite). Dass CBD und THC einander gegenläufig sind, sollte also bekannt sein – ebenso wie die zahlreichen CBD-reichen (und damit THC-armen und weitestgehend legalen) Produkte, die in letzter Zeit den deutschen Markt schwemmen.

Nun kommen zunehmend kritische Stimmen ans Licht. Eine solche wurde letztens im Hanfmagazin veröffentlicht:

https://www.hanf-magazin.com/kolumnen/ueber-den-aktuellen-cbd-boom/?fbclid=IwAR1giLTSvKa74TOqxE_YYWnIjwoyMM21mtnLcfRs9McqD9TRPhv_j1wRhUw

[NEWS] Branchenverband Cannabiswirtschaft empfiehlt Nachverfolgungssysteme für den Cannabisverkauf

Der Branchenverband Cannabiswirtschaft e.V. (BvCW) vermeldet, dass die Cannabiswirtschaft Nachverfolgungssysteme für den Cannabisverkauf „empfiehlt“. Laut einem Positionspapier seien dabei Sicherheit und Vertrauen, Transparenz, Kontrollen und der Verbraucherschutz als Gründe zu nennen. Die bei Hühnereiern und Paketsendungen bereits eingesetzten sogenannten Track&Trace-Systeme verfolgen den gesamten Prozess vom Anbau über die Verarbeitungsschritte bis hin zum Verkauf. Erhofft werde sich davon, dass nicht-rechtskonforme Produkte nicht den legalen Markt erreichen könnten. Der Datenschutz sei gewährleistet, da sich die Nachverfolgung lediglich auf das Produkt beziehe und personenunabhängig sei.

Der Etablierung könnten wie so oft die Bürokratie und die Finanzierung vor allem für mittelständische Unternehmen im Weg stehen. Ideen zur Umsetzung gibt es laut Geschäftsführer Jürgen Neumeyer schon viele, doch was letztlich durchgesetzt wird, steht wie so oft bei der Legalisierung noch in den Sternen.

Quelle: Newsletter BvCW

[NEWS] Blütenpreise per Schiedsspruch festgelegt

Heute mal aus dem Hanfmagazin, ganz simple gesetzliche News. 😊

Apotheker aufgepasst!

Da sich der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) und der Deutsche Apothekerverband (DAV) nicht einig wurden, entschied nun die Schiedsstelle. Der festgelegte Preis beträgt nun 4,30 € pro Gramm Cannabis.  Daraus ergeben sich drei Neuerungen, die rückwirkend zum 01. Juni 2021 in Kraft treten:

  • Der Preis auf unveränderte Cannabisblüten zuzüglich eines Aufschlags von 100 Prozent auf die verordnete Menge ist abrechnungsfähig.
  • Für Zubereitungen mit Cannabis darf der Preis plus ein Zuschlag von 90 Prozent auf die verordnete Menge aufgerechnet werden.
  • Apotheken können maximal viermal im Jahr zwischen 5 und 45 Gramm einer Cannabissorte abrechnen, wobei angebrochene Gebinde verschiedener Sorten nicht auf der gleichen Abrechnung erscheinen dürften.

Alle Regeln sollen zunächst bis zum 30.06.2023 gelten. Der DAV denkt nun über eine Klage nach, da nicht die Forderung der Apotheker nach einer aufwandsbezogenen Vergütung erfüllt wurde, die oberhalb der Arzneimittelpreisverordnung hätte liegen sollen, und übersehen wurde, dass bei der Vernichtung von Cannabisblüten, deren Einkaufspreis nicht einberechnet worden ist, der somit nicht erstattet würde.

 

Quelle:

https://www.hanf-magazin.com/news/preise-fuer-cannabis-aus-apotheken-per-schiedsspruch-festgelegt/

Haarstudie - Untersuchung von Rückständen von Cannabis-basierten Medikamenten in den Haaren.

Untersuchung von Rückständen von Cannabis-basierten Medikamenten in den Haaren.

In dieser Studie soll untersucht werden, ob ein Zusammenhang zwischen der oral eingenommenen Dosis eines THC-haltigen Cannabis-Medikaments und der Konzentration von THC (Tetrahydrocannabinol) und anderen Cannabinoiden im Haar besteht.

Die Inhalation von Cannabis führt zu einer Einlagerung von Cannabinoiden (einschließlich THC) im Haar. Bis heute ist es aber nicht bekannt, in welchem Ausmaß dies über den Blutkreislauf bzw. von außen über den Rauch und das Berühren der Haare mit den Händen erfolgt.

Im Rahmen dessen suchen wir Proband*innen, die seit mindestens 6 Monaten ein ärztlich verordnetes Cannabis-Medikament einnehmen. Dabei ist die orale Einnahme (Kapsel, Öl etc.) ausschlaggebend.

Diagnose: Tourette-Syndrom, ADHS oder eine andere Erkrankung

Weiterhin sollte die Haarlänge mindestens 3 cm betragen.

Die Gesamtuntersuchungsdauer beträgt ungefähr eine Stunde und wird mit einer Aufwandsentschädigung i.H.v. 30€ zuzüglich Fahrkostenerstattung entschädigt.

 

https://www.mhh.de/kliniken-und-spezialzentren/klinik-fuer-psychiatrie-sozialpsychiatrie-und-psychotherapie/ambulante-behandlungsangebote/forschung-2/haarstudie

Patientenberatung in 2021 - weiterhin schlecht

Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten, Friedrichstr. 108, 10117 Berlin:  
https://www.patientenberatung.de/dokumente/UPD%20Monitor%20Patientenberatung%202021.pdf
hat am 16.06.2022 in einer Pressemitteilung folgendes angesprochen:  

Umfrage zu Cannabis

 
Umfrage zum Konsum von Cannabis und Cannabis als Medikament
Daniela Meuschel:
Hallo zusammen, mein Sohn schreibt eine Facharbeit, in der er sich intensiv mit der Wirkungsweise von Cannabis beschäftigt. Darin wird er auch analysieren, ob und wie sich medizinischer Cannabis von illegal erworbenen Produkten unterscheidet.
Er hat eine Umfrage erstellt, die Ergebnisse möchte er auswerten und in seiner Facharbeit dann darstellen und mit anderen Forschungsergebnissen vergleichen.
Er würde sich freuen, wenn auch möglichst viele "Patienten" an dieser Umfrage teilnehmen.
Vielen Dank im Voraus.
Wenn Interesse besteht, würde er auch die Ergebnisse hier veröffentlichen.

Hanf und der Hanfingenieur Henrik Pauly

 

"Unser" Hanfingenieur Henrik Pauly, der Experte für das Bauen, für die Planung ökologischer Bauprojekte und Spezialist für die Entwicklung und Umsetzung von Bauprojekten mit Hanf hat uns an unserem Ausbildungswochenende Teil 1 in seinen Bann gezogen.

Ganz deutlich stellte er die Möglichkeiten dieser Pflanze in allen Lebensbereichen heraus und wir sind, neben unserer Überzeugung, dass Cannabis als Medikament ein wichtiger Baustein in der Patientenversorgung sein muss, nun auch für die Hanfpflanze entbrannt.   Sein sehr komplexer und kompetenter Vortrag zu den diversen Verwendungsmöglichkeiten, den schon fertig gestellten und noch geplanten Bauvorhaben hat uns überzeugt.

Jetzt hat jeder andere auch die Chance, Henrik Pauly zu erleben. Wer sich für die Nutzpflanze Hanf interessiert, sollte diese Gelegenheit nicht verpassen.

Webinar Ende März https://www.hanfingenieur.de/aktuelles/seminare/

Wir freuen uns diese Inspiration teilen zu dürfen und wünschen viel Spaß, aber Vorsicht! Hanf macht hier wirklich süchtig ^^

Cannabis und Bachblüten

Cannabis kann negative Gefühle verstärken. Doch Bachblüten können hier erstaunlich gut helfen! 

Von Jonatan Hartmann (kein zertifizierter SVCM), 08.05.2021

Eine Wirkungsweise von Cannabis ist die Verstärkung vorhandener Gefühle. Vielen Patienten ist dies nicht bewusst. Es können jedoch positive und negative Gefühle intensiviert werden. Therapeutisch wird dies in den Vereinigten Staaten seit Jahren mit großem Erfolg eingesetzt.

Volcano-Workflows

...oder wie man seinem med. Cannabis das Beste entlockt. 

Der Volcano Hybrid bringt erstmalig eine App-Steuerung mit.

Um diese zu nutzen, muss zunächst die Storz & Bickel App aus dem entsprechenden App Store heruntergeladen und installiert werden.

Genehmigungsfiktion: Bisherige Rechtsprechung wird vom Bundessozialgericht aufgegeben

 

(Urheber: Partynia - https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Bundessozialgericht.jpg)

Worum es geht:

Am 26.02.2013 hat der Gesetzgeber durch das “Gesetz zur Verbesserung der Rechte von Patientinnen und Patienten“ (kurz: Patientenrechtegesetz) des §13 Abs. 3a SGBV eingefügt.

Hierdurch sollte verhindert werden, dass die Krankenkassen die Entscheidung über Leistungen lange aufschieben. Die Krankenkasse erstattet in der Regel keine Kosten, sondern übernimmt Sach- und Dienstleistungen.

Was schon geht und was sein könnte…

In unserer Fortbildung zum zertifizierten Sachverständigen für Cannabis-Medikation (SVCM), befassten wir uns nicht nur mit den aktuell schon möglichen Behandlungsmethoden, wir warfen auch einen Blick über den Tellerrand, auf die Möglichkeiten, die es irgendwann noch geben könnte.
Für viele informierte Cannabis Patienten ist "Rick Simpson Öl" (RSO) sicher schon ein Begriff.

MPU als Cannabis-Patient

Konkrete Infos gefällig?

Wie geht das mit der MPU als Cannabis-Patient?

Berichte vom Mai-Seminar

Freitag, 08.05.2, 07:47 Uhr
Die Ausbildung zum zertifizierten Sachverständigen für Cannabis-Medikation hat gestern den ersten Tag über eine Videokonferenzschaltung geschult.

Krisenhilfe für Cannabis Patienten

Die SVCM stehen für Fragen von Cannabis-Patienten zur Verfügung!

Aufgrund der Krise haben Ärzte und Apotheker aktuell leider anderes zu leisten als zu beraten oder Patienten bei der Ein-Umstellung zu betreuen. Wir können diese Fachleute natürlich nicht ersetzen, aber wir können unsere Informationen nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft an Euch weitergeben.

Im Gespräch: Cannabisberater Christian Hirschfeld (SWR 4)

Ihr konntet unseren SVCM und Pressesprecher der Deutschen Cannabis Akademie schon sehen: https://www.suedkurier.de/…/Er-setzt-sich-fuer-Cannabis-The…

Jetzt ist er am 12. März 2020 zwischen 16 und 17 Uhr im SWR 4 Baden-Würtemberg (Studio Friedichshafen) in einem Interview berichtet unter anderem über Multiple Sklerose (MS), chronische Krankheiten und Cannabis als Medizin.

Hier geht es zum Interview: https://www.swr.de/swraktuell/.../.../christian-hirschfeld-im-gespraech....html

"Cannabis als Medizin -Basiswissen für Patienten/-innen"

Diesen Vortrag hielt unser Sachverständiger Christian Hirschfeld bei der noch jungen Selbsthilfegruppe für Cannabispatienten in Emmendingen.

Weite Infos auf der Facabook-Seite "diehanfapotheke.de"

EVALI - Eine Bestandsaufnahme


(EVALI - e-cigarette or vaping product use-associated lung injury)

Anzeichen für EVALI sind schwere Atembeeinträchtigung, Magen - Darmstörungen und allgemeine Schwäche. Radiologisch sind entzündliche Veränderungen der Lungenflügel erkennbar, was anfangs zu einer Behandlung mit Antibiotika führte, welche aber nicht anschlug und in der Folge auch zu Todesfällen in den USA führte.

Er setzt sich für Cannabis-Therapie ein: Christian Hirschfeld beantwortet Fragen rund um den medizinischen Einsatz von Hanf

We proudly present one of us... 

Zum Interview

Ausbildung zum Sachverständigen für Cannabis-Medikation (Interview)

Heute ein Interview mit Petra Dahl, in welchem die Weiterbildung zum Sachverständigen für Cannabis- Medikation näher erläutert wird.

"Die Diplom-Psychologin Petra Dahl bildet Fachleute für Cannabis-Medikation aus. Was beinhaltet diese Ausbildung? Und welche beruflichen Perspektiven bietet sie? Mehr dazu in unserem ausführlichen Interview mit Petra Dahl."

Zum Interview